Auf dem Weg zur Selbstversorgung

Aktualisiert: Aug 4

Die Mitarbeitenden der Wohngruppe Blauhand der meracon gGmbH setzen künftig mehr auf Eigenversorgung und beziehen die Jugendlichen mit ein. Los ging es mit dem gemeinsamen Bau eines Hochbeets. Sebastian Steinborn stellt die Projektarbeit vor.


Da das Thema Umweltschutz, sowie nachhaltiger Gebrauch von Lebensmitteln auf biologischer Basis in der Gesellschaft immer mehr Anklang findet, haben wir uns überlegt, unsere Jugendlichen in dieses Thema einzubeziehen. Unsere ländliche Lage sowie der Fokus der meracon gGmbH, auf Nachhaltigkeit zu achten, veranlassten uns, unsere Projektarbeit auf die Eigenversorgung zu fokussieren. Der Bau eines Hochbeets für die Eigenversorgung mit naturbelassenem Gemüse wie Tomaten, Salat, Gurken und frischen Kräutern für den alltäglichen Bedarf war sehr naheliegend.


Am Ende jeder Woche planen wir gemeinsam mit den Jugendlichen, welche Gerichte an jedem Wochentag in der folgenden Woche zubereitet werden. Die Nutzung von eigens angebautem Gemüse ergänzt unsere nachhaltige Ernährung auf biologischer Basis und verleiht der Nachhaltigkeit nochmals eine Steigerung. Wir verzichten bewusst auf Verpackungsmüll in Form von Plastik, auf chemischen Dünger sowie auf Pflanzenschutzmittel und schützen somit unsere Umwelt.

Der Bau eines Hochbeets gestaltet sich relativ einfach und ist für jedermann umsetzbar. Vier starke Pfeiler aus naturbelassenem, unbehandelten Holz, sowie vier Holzplatten bilden die Grundlage des Hochbeets und wurden zu einem Quadrat verschraubt.

Die Holzpfeiler wurden in den Ecken des Hochbeets befestigt und dienen sowohl zur Stabilisierung, als auch zur Stütze des aus Leisten und Kunststoff gefertigten Dachs. Nach Fertigstellung des Grundgerüsts wurde das Hochbeet wetterfest mit Klarlack behandelt. Eine Teichfolie, die innerhalb des Hochbeets ausgelegt wurde, verhindert den Durchwuchs von Unkraut.


Der letzte Schritt bestand darin, das Hochbeet mit rund tausend Litern Qualitätserde zu befüllen.


Im Frühjahr, nach den „Eisheiligen“, haben unsere Jugendlichen die Möglichkeit, selbst Gemüse anzubauen und dies beim alltäglichen Kochen zu nutzen.


Durch den eigenständigen Bau des Hochbeets förderten unsere Jugendlichen ihre handwerklichen Fähigkeiten. Sie lernten den bewussten Umgang mit Werkzeug und lernten neue Materialien kennen. Die Planung im Vorfeld förderte die mentale Vorstellungskraft.


Durch den eigenen Anbau und die Pflege des Gemüsebeets lernen die Jugendlichen, Dinge selbst zu erschaffen und schaffen sich somit vielfältige Erfolgserlebnisse, die zum kindgerechten Verarbeiten von Traumata beitragen.

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