Clearing

Ein ambulantes Clearing dient der diagnostischen Klärung einer familiären/erzieherischen Situation, in denen grundsätzlich bekannt ist, dass ein Hilfebedarf vorliegt, dieser allerdings noch nicht klar umrissen ist.

Es werden im Rahmen des Clearings neben der umfassenden Datenerhebung verschiedene diagnostische Methoden angewendet, um die Frage nach dem konkreten Hilfebedarf zu beantworten und zu überprüfen, ob die Familie noch die Grundfunktionen erfüllt, damit Kinder und Jugendliche dort in Sicherheit verbleiben oder in diese zurückkehren können.

Mithilfe von diagnostischen Instrumentarien, wie Genogrammarbeit, der Ressourcenermittlung und der Analyse und Beschreibung des sozialen, familiären und beruflichen Umfeldes wird zunächst ein IST Zustand beschrieben. Alle Schritte des Clearings werden mit den Familienmitgliedern besprochen, sodass der Prozess für sie nachvollziehbar und durchschaubar bleibt. Grundsätzlich ist das Clearing ergebnisoffen. Am Ende des Prozesses, der nach sechs bis acht Wochen abgeschlossen sein sollte, steht eine Empfehlung der pädagogischen Fachkräfte zur weiteren Betreuung der Familie.