Schulsozialarbeit

Das Trainingsraum-Programm stammt aus den USA und wurde von Edward E. Ford entwickelt. Seit 2001 wird das Programm auch an deutschen Schulen mit dem Ziel durchgeführt und eingesetzt, einen störungsfreien Unterricht für Schüler und Lehrer zu gewährleisten. So stützt sich das Programm auf die Regel, dass jeder Schüler das Recht hat, ungestört zu lernen und gleichermaßen jeder Lehrer das Recht hat, ungestört zu unterrichten.

Enge Kooperation
Das Programm wird während des gesamten Schuljahres vorgehalten. Die Schule stellt hierfür entsprechende Räumlichkeiten zur Verfügung, stattet diese angemessen aus und stellt zusätzlich Lehrer stundenweise vom Unterricht frei, um den Pädagogen der meracon bei dessen Arbeit zu unterstützen und eine enge Kooperation mit dem Kollegium und einen guten Informationsaustausch zu gewährleisten.

Hauptbezugspers
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Die pädagogische Fachkraft der meracon ist in der Regel den Großteil der Öffnungszeiten des Trainingsraumes vor Ort, um die koordinierenden Arbeiten wahr zu nehmen. Sie dient hier auch als Hauptbezugsperson für die Schüler. Der zeitliche Umfang der Maßnahme, der sich an den individuellen Bedürfnissen der Schule orientiert, wird mit dem zuständigen Jugendamt verhandelt, welches auch die Kosten für die meracon in Form von Fachleistungen übernimmt.


Konsequente Orientierung
Das Programm bietet den Schülern eine sehr transparente und konsequente Orientierung, wie auf den Unterricht störendes Verhalten reagiert wird (Quelle: Claßen/Nielsen 2006):

Vermittlung alternative Verhaltensweisen
Im Trainingsraum wird gemeinsam mit dem Schüler dessen Verhalten reflektiert, und es werden alternative und angemessene Verhaltensweisen erarbeitet. Diese Bearbeitung stellt die Grundlage für einen Rückkehrplan dar, der von der betroffenen Lehrkraft akzeptiert werden muss, um Gültigkeit zu erlangen. In begründeten Einzelfällen und nach Absprache mit allen Beteiligten können Schüler den Trainingsraum auch präventiv nutzen, um sich in Erregungsphasen zu regulieren und gar nicht erst durch Störungen aufzufallen.


Gespräch mit den Eltern
Treten Schüler häufiger im Trainingsraum in Erscheinung, wird das Gespräch mit den Eltern gesucht, um diese bei der Entwicklung möglicher Lösungen einzubeziehen. Hier kann beobachtet werden, dass die Mitarbeiter manchmal einen Zugang zu Familien finden, die sich den Interventionen der Schule oder des Jugendamtes bisher verschlossen hatten.

>>> Hilfestationen Nord und Süd Wilhelmshaven
>>> Kriseninterventionsstelle Oldenburg

Schulsozialarbeit: Trainingsraumprogramm

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gemeinnützige Gesellschaft für Soziale Arbeit mbH

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