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Über verschiedene, im Folgenden näher beschriebene Jugendhilfe- und Beratungsangebote soll in den Jungen- und Männerkriseninterventions- stellen in Wilhelmshaven und Oldenburg daran gearbeitet werden, Gewaltverhalten von Jungen und Männern zu Gunsten konstruktiver Kontakt- und Konfliktkompetenzen zu verändern und soziale Kompetenzen zu fördern, um somit Opfer zu schützen und wenn möglich, Familiensysteme und das soziale, schulische oder berufliche Umfeld zu stabilisieren.

In den Jungen- und Männerkriseninterventionsstellen arbeiten ausschließlich männliche Pädagogen, die im Zuge qualifizierter Weiterbildungen ihre eigene männliche Sozialisation reflektiert und die notwendigen pädagogischen und beraterischen Kompetenzen (u.a. Ausbildung zur Täterberatung) erworben haben, mit männlichen Jugendlichen und Erwachsenen zu arbeiten.

Jungen- und Männer-Kriseninterventionsstellen Wilhelmshaven und Oldenburg

meracon gGmbH
Jungen- und Männerkrisen-
interventionsstelle
Oldenburg

Rudolf-Diesel-Str. 24
26135 Oldenburg

Tel.: 04 41 – 48 57 16 42
Fax: 04 41 – 30 42 09 01
E-Mail: j.kramer@meracon.de

Eine Liste aller Mitarbeiter aus den den Jungen- und Männer-Kriseninterventionsstellen der meracon gGmbH mit ihren entsprechenden Qualifikationen finden Sie hier.

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gemeinnützige Gesellschaft für Soziale Arbeit mbH

Massive Delinquenz und/oder Gewaltverhalten und Grenzüberschreitungen von Jungen machen häufig eine Betreuung im Kontext von Wohngruppen unmöglich, da diese deren Regelrahmen sprengen und andere Gruppenmitglieder und manchmal auch das Betreuungspersonal geschützt werden müssen.

Diese Jungen haben häufig bereits mehrere Beziehungsabbrüche erlebt, welche oftmals die einzigen für die Jungen spürbaren Konsequenzen darstellten. Um eine weitere, die Jungen massiv gefährdende Entwicklung abzuwenden, wird durch die Mobile Betreuung ein Betreuungssetting ermöglicht, welches ein intensives und individualisierbares Beziehungsangebot darstellt, ohne die „einengenden“ Bedingungen einer Integration in eine stationäre Gruppe zu haben. Stattdessen werden parallel zu der Einzelbetreuung Gruppenangebote und eine regelmäßig stattfindende Ferienfreizeit zur Erarbeitung sozialer Kompetenzen genutzt.
Die Haltung der Betreuer ist durch ein intensives und solidarisches Beziehungsangebot bei gleichzeitiger eindeutiger Abgrenzung von Gewaltverhalten und illegalen Handlungen geprägt, welche auch durch ein konsequentes Vorgehen hiergegen zum Ausdruck gebracht wird.

Die Jungen werden in individuell gestalteten Einzelwohnungen untergebracht. Es finden unter der Woche in der Regel täglich persönliche Kontakte statt – außerhalb der üblichen Geschäftszeiten besteht eine Rund-um-die-Uhr-Rufbereitschaft.

Die Jungen sollten mindestens 16 Jahre alt sein. Bei Problemlagen, die eine noch intensivere Betreuung begründen, können zusätzliche entgeltrelevante personelle Ressourcen eingesetzt werden.


>>> Mobile Betreuung (MOB)
 

Insbesondere allein erziehende Mütter stoßen in ihrem Erziehungsverhalten nicht selten an Grenzen, wenn ihre Söhne grenzüberschreitende und gewalttätige Verhaltensweisen entwickeln. Diese Verhaltensweisen sind nicht selten Ausdruck einer Suche nach männlicher Identifikation. Da ihnen reale männliche Bezugspersonen fehlen, fangen sie häufig an, sich von vermeintlich weiblichen Verhaltensweisen (beispielsweise der Mutter) abzugrenzen und suchen an anderer Stelle nach vermeintlich männlicher Orientierung. Die männlichen Pädagogen sollen hier eine real erlebbare und realistische Orientierungsmöglichkeit für die Jungen bieten.

>>> Erziehungsbeistandschaft

Die Beratung richtet sich an Jungen und Männer, die die Verantwortung für ihr Gewaltverhalten übernehmen und drohende Konsequenzen für ihr weiteres Leben abwenden wollen. Es werden auch Jungen und Männer mit gerichtlichen Weisungen in die Beratung aufgenommen, wenn sie im Zuge der Beratung deutlich machen, dass sie verbindlich und motiviert mitarbeiten.
Auch hier zielt die Beratung darauf ab, die Jungen und Männer für die eigenen Befindlichkeiten und Bedürfnisse zu sensibilisieren – auch um deren Empathie Fähigkeit zu erhöhen – und mit diesen angemessen in Kontakt zu treten und dabei auch Konflikte einzugehen und konstruktiv zu führen.

Wenn möglich, werden hier Jungen und Männer auch partiell in Gruppen zusammengefasst, um Erlerntes einzuüben und zu etablieren und Elemente Jungen- bzw. Männer spezifischer Sozialisation aufzudecken und zu hinterfragen. Außerdem hilft die Gruppenerfahrung, dass eigene Gewaltverhalten nicht als individuelles Versagen zu erleben und zu lernen, mit anderen Männern in Kontakt zu kommen.

>>> Gewaltberatung

Gewaltverhalten von Männern in ihren Familien traumatisiert die betroffenen Frauen und Kinder. Konsequenz innerfamiliärer Gewalt ist häufig eine Trennung der Familie. Bestehende Täter – Opfer Dynamiken haben dann oft die Folge, dass sich betroffene Frauen in die nächste „Gewaltbeziehung“ begeben.

Im Zuge der Sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) soll der männliche Pädagoge einerseits mit dem Familienvater an dessen Gewaltproblematik arbeiten, gleichzeitig aber auch beiden Eheleuten/Partnern deren Dynamik und Kommunikationsstrategien nahebringen und mit ihnen an Veränderungen arbeiten. Auch in diesem Kontext gilt der Grundsatz des konsequenten Distanzierens von Gewaltverhalten, insbesondere im Kontext der drohenden Kindeswohlgefährdung, und dem deutlichen Reagieren auf Gewalt.

Um dieser Anforderung gerecht zu werden, arbeiten auch Pädagogen mit der Zusatzqualifikation des Traumaberaters/-pädagogen im Team und bei Bedarf können aus den Hilfestationen der meracon zur Unterstützung Themen bezogen weibliche Fachkräfte einbezogen werden.

>>> Sozialpädagogische Familienhife

Zur Bearbeitung von Gewaltverhalten innerhalb von Gruppen wie beispielsweise im Kontext von Schule, stationären Wohngruppen, Jugendgerichtshilfe, Jugendzentren usw. können individuelle, sich am Bedarf orientierende Trainingsgruppen konzipiert werden, welche in der Regel von zwei Pädagogen gemeinsam geleitet werden.

Auch hier ist das Ziel, die Jungen miteinander in Kontakt zu bringen, männliche Klischees zu enttarnen und stattdessen eine realistische männliche Orientierung zu bieten und die Jungen zu befähigen, konstruktiv mit Konflikten umzugehen sowie Bedürfnisse angemessen zu äußern und zu realisieren.

Struktur und Inhalte der Trainingskurse orientieren sich an der Bedarfslage und den zur Verfügung stehenden Mitteln und werden gemeinsam mit den jeweiligen Auftraggebern entwickelt.

>>> Trainingskurse zur Gewaltprävention

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jürgen Kramer
ist Hausleiter für die Jungen- und Männer-Kriseninterventions-
stelle Oldenburg.

Basisqualifikation:
Erzieher

Zusatzqualifikationen:
Mediation/Streitschlichtung;  Eskalation/Deeskalation (Centrum GmbH); Beziehungsarbeit mit Jungen (Centrum GmbH); Gewaltberater (Institut Lempert) i.A.

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stefan_katins_2015

Stefan Katins
ist Hausleiter für die Jungen- und Männer-Kriseninterventions-
stelle Wilhelmshaven.

Basisqualifikationen:
Kinderpfleger; Sozialassistent; Erzieher

Zusatzqualifikationen:
Geschlechtsspezifische Weiterbildung im Bereich der Beziehungsarbeit mit Jungen (Centrum Gesellschaft für Bildung und Beratung mbH); Traumapädagoge (zptn)

meracon gGmbH
Jungen- und Männerkrisen-
interventionsstelle Wilhelmshaven

Weichselstr. 2
26388 Wilhelmshaven

Tel.:  0 44 21 – 8 07 06 20
Fax: 0 44 21 – 8 07 06 21
E-Mail: s.katins@meracon.de