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Die Jugendschutzstelle ist eine stationäre Einrichtung, in der neun Mädchen und Jungen ab 14 Jahren „rund um die Uhr“ aufgenommen werden können. Die Jugendlichen kommen meistens aus krisenhaften Situationen in ihrer Herkunftsfamilie oder aus anderen Einrichtungen in die Jugendschutzstelle. Die Aufenthaltsdauer beträgt maximal vier Monate, in dieser Zeit sollte das Clearing abgeschlossen und eine Perspektive und Anschlussmaßnahme oder eine Rückführung gefunden und in die Wege geleitet sein.

Die Schutzstelle befindet sich in Fedderwardergroden im Norden Wilhelmshavens. Das Haus ist vom ganzen Stadtgebiet aus gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Die Einrichtung hat in erster Linie regionale Bedeutung. Über eine ortsnahe Unterbringung können häufig Schulwechsel vermieden und soziale und familiäre Netze erhalten und eingebunden werden.

Das Team der Schutzstelle besteht ausschließlich aus pädagogischen Fachkräften. Aufgrund der zeitlichen Begrenzung des Aufenthaltes der Jugendlichen ist es uns wichtig, die Bezugsbetreuung angemessen zu gestalten. Dies bedeutet, genügend Nähe und Vertrauen zu schaffen um vorhandene Krisen zu bewältigen und Perspektiven zu entwickeln, gleichzeitig aber auch den anstehenden Abschied von Anfang an in die Beziehungsarbeit mit einzubeziehen und hierüber Transparenz herzustellen.

Neben der Gewährleistung elementarer Bedürfnisse der Jugendlichen nach Sicherheit, Nahrung, Kleidung, Hygiene und medizinischer Versorgung, kommt der emotionalen Versorgung, bedingt durch die aktuellen Krisen der betroffenen Jugendlichen, eine große Bedeutung zu.

Dem Umstand Rechnung tragend, dass die bisherige Lebenssituation häufig Kriterien traumatisierender Umstände erfüllen und die Jugendlichen oftmals chaotische und unsichere Bindungserfahrungen gemacht und wenig Orientierung erfahren haben, soll die pädagogische Arbeit der Schutzstelle zu einer ersten Stabilisierung beitragen. Grundsätze wie Transparenz, Sicherheit, klare Strukturen und Orientierung sind fester Bestandteile der pädagogischen Arbeit.

In der Jugendschutzstelle wird auf eine dem individuellen Fall angemessene Elternarbeit großen Wert gelegt. Die Eltern- und Angehörigenkontakte finden in der Regel in der Einrichtung statt und können grundsätzlich ausschließlich planmäßig erfolgen, wobei hier immer der Grundsatz des Schutzgedanken für die betroffenen Jugendlichen Berücksichtigung findet.

Falls aufgrund der vorliegenden Situation der Jugendlichen ein aussagekräftiges Clearing angezeigt ist, kann dieses unter Anwendung pädagogischer Methoden wie Ampelbögen oder Genogrammarbeit durch die pädagogischen Mitarbeiter durchgeführt werden.

In Fällen, in denen eine Kinder- und Jugendpsychiatrische Diagnostik sinnvoll erscheint, wird diese in der Regel durch die Kinder- und Jugendpsychiatrie oder niedergelassene Psychologen durchgeführt. Ist dies nicht zeitnah genug möglich oder aus anderen Gründen nicht angezeigt, kann hierzu auch der Psychologisch Therapeutische Dienst der Einrichtung genutzt werden.

Jugendschutzstelle Wilhelmshaven

meracon gGmbH
Jugendschutzstelle Wilhelmshaven
Stutthofer Zeile 1
26388 Wilhelmshaven

Tel: 0 44 21 – 9 83 97 00
Fax: 0 44 21 – 9 83 97 02
E-Mail: schutzstelle@meracon.de

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gemeinnützige Gesellschaft für Soziale Arbeit mbH

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Marno Seemann
geb. 1974, Hausleiter der Jugendschutzstelle Wilhelms-
haven.

Basisqualifikationen:
Erzieher; Kfz-Mechaniker

Zusatzqualifikationen:
Geschlechtsspezifische Weiterbildung im Bereich der Beziehungsarbeit mit Jungen (Centrum Gesellschaft für Bildung und Beratung mbH); Traumapädagoge (zptn); Eskalation/Deeskalation (Centrum GmbH)

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